13 Juni 2017

[Rezension] Rage: Fight for Desire von Rose Bloom



eBook: derzeit 0,99 € 
Print: 9,99 € 
Taschenbuch: 270 Seiten 
Verlag: Independently published (9. Juni 2017) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 1521444447 
ISBN-13: 978-1521444443












Band eins von insgesamt zwei Bänden. Zweiter Band erscheint im Juli 2017. Die Dunkelheit ist ein tückisches Miststück. Sie überwältigt dich, wenn du nicht damit rechnest, nur um dich dein restliches Leben zu quälen. Doch eigentlich ist es nicht die Dunkelheit, die dir zusetzt, sondern das Gefühl, selbst dafür verantwortlich zu sein und deine Entscheidungen nicht ändern zu können. Nie wieder. Du musst damit leben, am besten allein. Shawn Dawson, genannt Rage, lebt nur für eines: das Kämpfen. Die Mixed-Martial-Arts-Szene, in der er sich bewegt, liegt ihm zu Füßen. Und doch ist er einsam in der selbst geschaffenen Dunkelheit, die ihn umgibt. Als Lauren in sein Leben platzt und von Anfang an keine Scheu hat, sich gegen ihn durchzusetzen, empfindet er zum ersten Mal nach vielen Jahren wieder etwas. Ein Gefühl, das sich, einmal an die Oberfläche gestoßen, nicht mehr unterdrücken lässt. Doch nicht nur Shawn hat mit seiner Vergangenheit zu kämpfen. Auch Lauren ist aus einem ganz bestimmten Grund in die Szene eingestiegen, und dieser hat ganz sicher nichts mit Rage Dawson zu tun.





Das Cover find ich der Hit. Mir liegt ja dieser Sport – wobei der Kerl alias „Rage“ auf dem Cover schon heißer aussieht – als die waren Kämpfer in Natura. Heißer Männerkörper – dunkle Abstufungen auf dem Cover – generell eher düster gehalten, so etwas spricht mich wahnsinnig an und erweckte direkt das Gefühl – ICH MUSS ES LESEN…

Gesagt. Getan.

Es fängt schon recht rasant an – natürlich versteht man noch nicht das ganze Konstrukt – aber man erhält genug Einblick, um den Anfang zu verstehen und hinterher die Verknüpfung zu Rage zu erstellen. Shawn, alias „Rage“, ist ein ganzer Kerl. Von Kind an getrimmt diesen Sport zu betreiben, hat er sein ganzes Leben nichts anderes gemacht. Durch eine düstere Vergangenheit gequält, erleidet sein Temperament öfter mal etwas Übermut. Rage ist wirklich ein feiner Kerl – er hat einen für ihn passenden Humor, kann äußerst Charmant und Feinfühlig sein und doch strahlt er nach außen hin eine absolute Härte aus. Und genau diese Härte – sein Temperament – ist etwas, was ihm wirklich öfter zum Verhängnis wird. Wenn Rage rot sieht – sieht er wirklich rot und ist dann wie in einem Tunnel, in einem Wahn. Ihn aus dieser Situation dann rauszubekommen ist nicht wirklich einfach. Und obwohl Sam und sein Trainer wirklich eine enge Bindung zu ihm haben, ist es einzig Lauren die einen Zugang zu ihm findet.

Und somit kommen wir zu Lauren. Lauren, die aufgrund der Familie ihre eigenen Ziele zurückstecken muss bzw. sogar will und alles dafür tut, damit es ihrer Ma und ihrer Schwester an nichts fehlt. Bis zu dem Zeitpunkt, wo ihre Schwester einen Weg einschlägt, der allen Sorge bereitet und Lauren alles daran setzt, diesen Weg zu ändern. In diesem Zusammenhang läuft ihr Rage über den Weg. Sieht sie ihn anfangs noch als gewalttätigen aufgeblasenen Kerl, so ändert sie im Laufe der Geschichte ihre Meinung. Mit und durch Rage kommt Lauren immer näher.
Lauren ist ein klasse Charakter. Fürsorglich, direkt, um keinen Spruch verlegen und mit einem klaren Ziel vor Augen - sehr eigenwillig. Sie versucht wirklich alles, Rage zu widerstehen und ihm nichts positives abzugewinnen. Sie ist der Ruhepol, den Rage so dringend braucht um im Leben weiterzukommen. Wird es Lauren gelingen Rage zu besänftigen und gleichzeitig ihr Ziel nicht aus dem Auge zu verlieren?

Die beiden Charaktere haben mir im Zusammenspiel wahnsinnig gut gefallen. Sie sind perfekt aufeinander abgestimmt und wirken doch so authentisch. Jegliche Handlung der beiden hat in mir eine eigene und andere Reaktion hervorgerufen und ich war wirklich sehr über die Wandlungsfähigkeit von Rage erstaunt. Auch die Wendungen in der ganzen Geschichte haben mich vollkommen gefangen genommen und den Spannungsbogen immer wieder hochkochen lassen.

Und dann dieses Ende. Dieses Ende ruft ihn mir den Wunsch hervor, die Autorin so einmal richtig durch die Mangel zu drehen. Ich hab nur gedacht: NEIN. Das kann sie mir doch nicht antun. Das darf doch echt nicht wahr sein. Und jetzt heißt es warten. Warten bis zur Veröffentlichung des zweiten Teils damit meine Sehnsucht und Neugierde gestillt werden.

„Rage“ lässt sich leicht und flüssig lesen, da die Autorin wirklich eine tolle Art hat, ihre Geschichten wieder zu geben und mich als Leserin darin eintauchen zu lassen.






Ein Kunstwerk im geschriebenen Wort, welches mich von vorne bis hinten verblüfft und erfreut hat. Wobei das Ende eher alles hervorgerufen hat, aber keine Freude. Klare Leseempfehlung!






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