[Rezension] Being Beastly. Der Fluch der Schönheit von Jennifer Alice Jager



Vielen Dank an den Impress Verlag für das Rezensionsexemplar !!



**Wenn Schönheit auf Grauen trifft und Furcht zu Liebe wird…**

Als die schöne Valeria erfährt, wen sie heiraten soll, ist ihr wohlbehütetes Leben auf einen Schlag vorbei. Um den jungen Grafen Westwood ranken sich Schauergeschichten von einem Fluch und ihr neues Heim gleicht eher einer Ruine als einem herrschaftlichen Herrenhaus. Auch Westwood selbst benimmt sich ihr gegenüber mehr wie ein eiskaltes Biest und nicht wie der Mann von Stand, der er eigentlich sein sollte. Doch dann stößt Valeria in einem verstaubten Raum auf magische Windlichter, die jedes für sich ein Geheimnis bergen. Sie zeigen Valeria einen ganz anderen Grafen, voller Freundlichkeit und Güte…



Nachdem mir Sinabell wirklich schon gut gefallen hat - war meine Erwartungshaltung an die Autorin schon hoch. In dem Fall noch viel höher - denn es geht hier um eine Märchenadaption von "Die Schöne und das Biest" - und mal ehrlich, wer liebt dieses Märchen nicht? 

Der Schreibstil ist malerisch und doch locker leicht. Flüssig zu lesen ohne jedweilige Spur einer Langatmigkeit. Die Autorin hat hier eine zauberhafte Welt erschaffen - in die man direkt reinfindet und sich mitten im Geschehen fühlt. 

Die Hauptprotagonistin war mir ein graus. Sie ist ein verzogenes, eingebildetes und oberflächliches Gör. Einem Vergleich mit "Belle" - und den Vergleich stellt man automatisch - hält sie absolut nicht stand. Valeria - klingt doch schon absolut snobistisch - konnte mich zu  keiner Zeit überzeugen. Ich fand sie nur nervig - anmaßend - hochtrabend. Sie hat kein Respekt vor Privatsphäre und dringt in Geheimnisse ein - die schwerwiegende Folgen haben. Nein - ich mag / mochte Sie einfach nicht. 

Den jungen Grafen allerdings fand ich zauberhaft. Trotz seiner kühlen, schroffen und abweisenden Art war er absolut perfekt. Geheimnisvoll - zurückgezogen - und doch auf seine eigene Art und Weise absolut liebenswürdig. Ich konnte ihn ja soooo gut verstehen und hätte in manchen Situation um einiges schärfer reagiert. Jayden ist ein Traum. So ein Biest hätte ich auch gerne *grins*. 

Die Entwicklung der Story plätscherte so vor sich hin. Sie war für mich "interessant" genug - das es mir nicht langweilig wurde und ich das Buch schnell durchhatte. Allerdings wurde es mir zum Ende hin zu "reibungslos". Dieser wundersame Charakterwechsel einer Valeria konnte mich gar nicht überzeugen. Irgendwie fand ich es an den Haaren herbeigezogen. Trotzdem war die Art der Wendungen und der Geschehnisse interessant. Man muss den Autoren ja auch ihren Freiraum lassen und jeder hat einen anderen Geschmack.



Trotz meiner Kritikpunkte hat mir das Buch wahnsinnig gut gefallen. Ich hab es schnell durchgelesen und weggesuchtet. Eine volle Punktzahl kann ich aufgrund meiner Kritik leider nicht vergeben. Für dieses Buch gebe ich jedoch eine klare Leseempfehlung. 





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