[Rezension] Verfluchte Wünsche von Carina Mueller


Preis: 2,99 €

Seitenzahl: 289 Seiten

Verlag: Impress (7. Januar 2016)


Alter: ab 14 Jahren 

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Vielen Dank an den Impress Verlag für dieses wundervolle Rezensionsebook <3 






**Wenn man mehr als nur drei Wünsche freihat...**

Annie passiert das, wovon nahezu jeder träumt. Von einem auf den anderen Tag gehen all ihre Wünsche sofort in Erfüllung. Na ja, fast alle. Dem unfreundlichen Businessman sein Akku leer wünschen? Check. Die perfekte Figur haben? Nope. Zu allem Überfluss taucht dann auch noch dieser Raik auf. Ein Bild von einem Mann, doch leider unerträglich fürsorglich. Klar ist es nett von ihm, dass er ihr helfen will, die nicht selten in Katastrophen endende Fähigkeit wieder loszuwerden. Doch Annie ist gar nicht mehr dazu bereit, ihre Macht zu verlieren. Bis der Fluch Überhand nimmt …






Ich hab dieses Buch gesehen und fand es vom Klappentext so interessant (ohne die vorherigen Bewertungen gelesen zu haben), das ich es unbedingt lesen musste.
Das Cover ist, wie ich finde, sehr düster gehalten aber ist gleichzeitig doch so ein bisschen verträumt. Dazu passt es auch in meinen Augen zum inneren des Buches – also rundum perfekt aufeinander abgestimmt.

Die Story fängt so langsam vor sich hinplätschernd an. Sie entwickelt sich nach und nach. Man lernt erst einmal Annie und ihre beste Freundin Hanna kennen. Ich fand Annie zwar so recht sympathisch, aber als Hauptprotagonistin hat sie mich nicht überzeugen können, auch nicht im späteren Verlauf der Geschichte.
Annie ist ein fast 18jähriges vernünftiges Mädchen, mit großem Selbstzweifel, schüchtern, ohne eigenen Willen und eher in sich gekehrt. Bis auf Hanna hat sie keinen großen sozialen Kontakte und wird in der Schule eher gemobbt / getriezt als geliebt. Ihre einzige und dazu beste Freundin Hanna ist da schon ein ganz anderes Kaliber. Hanna ist ein munteres Kerlchen, sehr direkt im Umgang mit Menschen und hat ein großes Selbstvertrauen. Hanna war mir wesentlich sympathischer als Annie und hätte für mich den Part eines Hauptcharakters verdient, obwohl sie auch recht oft erwähnt wird.

Die Geschichte wird in meinen Augen erst so richtig interessant, wo Annie quasi Ihren 18ten Geburtstag hat und im Laufe der Tage danach feststellt, dass ihre „Wünsche“ (denn eigentlich ist alles was passiert eher negativ – wie ein Fluch) in Erfüllung gehen. Immer skrupelloser geht Annie mit Ihrer „Gabe“ um und nimmt sich das Recht heraus die Menschen in Ihrer Umgebung zu disziplinieren. Selbst Hanna, die am Anfang noch so erfreut war über Annie’s Wünsche und diese auch regelrecht herausgefordert hat, kriegt so nach und nach immer mehr Gewissensbisse und distanziert sich von Annie und die Freundschaft erleidet einen Bruch. An diesem Tag begegnet Annie Raik und das nicht zum ersten Mal. Raik nimmt Annie mit in eine Besserungsanstalt. In dieser soll sie lernen, mit Ihrer Gabe verantwortungsbewusst umzugehen und mit ihr zu leben ohne auf sich aufmerksam zu machen oder sie zu nutzen.
Hier wird die Mutter auch mehr einbezogen. Was mich hier gestört hat ist eigentlich mehr das man irgendwann erfährt von wem sie die Gabe hat und diese Person nicht einmal selbst zu Wort kommt. Das ganze fand ich alles selbst etwas kurz gehalten. Mich hätte dazu noch interessiert, warum ein Teil Ihrer Familie diese Gabe hat und nicht nur woher diese Gabe stammt.

Die Zeit in der Besserungsanstalt war für mich spannend zu lesen. Leider gibt es auch hier kleine Defizite. Manche stellen wurden in meinen Augen zu kurz abgefertigt, andere wie die Therapiestunden zu sehr in die Länge gezogen. Da hätte ich mir eine andere Verteilung gewünscht. Trotzdem war es vom Schreibstil her nicht langatmig und weiterhin flüssig und gut zu lesen.

Wie man es bei so einem Buch erwartet, gibt es natürlich ein schönes Happy End. Auch wenn es mir leider doch etwas zu schnulzig war …. Jemanden den man noch nicht lange kennt bzw mit dem man noch nicht lange zusammen ist dann zum Ende hin schon „seine Frau“ zu betitteln, war für mich leider etwas zuviel des Ganzen. Auch hätte ich mir bei Raik, ist ja auch ein Hauptcharakter, ein anderes naturell gewünscht. Denn auch er wirkt eher etwas blass und labil bzw zu zart … halt einfach so gar nicht wie man es erwartet hätte.

Auch das Lektorat war nicht zu 100 % ausgereift. Es gab doch einige bzw viele Stellen bei denen ich gedanklich die Satzstellung, Rechtschreibfehler oder ein ganzer Satzbau umformuliert habe. Hier hätte ich mir ein genaueres lesen und korrigieren gewünscht. Ist allerdings das erste Buch, bei dem es mir so argh ins Auge sticht. Hab schon zig Impress Titel gelesen und bisher kaum etwas feststellen können. 




Ein seichter leichter Liebesroman mit einer schönen Story dahinter. Leider mit etwas farblosen Hauptcharakteren, was aber der Geschichte nicht schadet.

Bewertung: 



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